Artist statement

Der Herstellungsprozess von Identität steht im Mittelpunkt der Position ‘Tom Streit’. Nicht die Vergangenheit prägt das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen, sondern die Frage wohin man gehen will—eine zutiefst künstlerische Frage, die sich jeder Mensch stellt, der sich im Aufbruch befindet. Jede Reise wird so zu einem möglichen metaphysischen Akt.

Im Zuge seiner künstlerischen Arbeitspraxis beleuchtet Tom Streit die fortschreitende Verdichtung medialer Identitäten. Das Werk wird dominant in seiner indexikalischen Qualität dargestellt. In einem Spiel wie von Rhetorik und Linguistik (z.B. Anapher und Deixis, Parrhesia), entwickelt er Objekte entlang von Intuition und Rückverweisen. Insbesondere untersucht er so die Effekte von Erscheinung und Empirie auf materielle und/oder virtuellen Assemblagen in der westlichen Hyperkultur. Jedes Stück hat eine betont frei definierte Form der Präsentation, die Konzeption bezieht sich immer auf ihre kontextuelle Möglichkeit. Obwohl geplant, entsteht jede Arbeit spontan und beinhaltet freie Assoziationen im Vorgang ihrer konkreten materiellen Ausführung.

Dies spiegelt sich in den verwendeten Materialien und Techniken des Herstellungsprozesses der Werke wieder. So können dann auch Elemente aus dem Bereich des Films in der Malerei auftauchen, die wiederum wie eine Skulptur wirkt.

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‘Tom Streit’ is a position which reflects on the making of identity, exploring the concept of auto poiesis. It assumes that not the past but the question where we want to go forms our human sense of belonging. As well a question of artistic research for everybody who is on the move towards new, unorganized territory. Every journey is a metaphysical act.